OpenAI erklärt, dass Gespräche nicht mit Werbetreibenden geteilt werden und Nutzerdaten nicht an Werbetreibende verkauft werden. In der frühen Testphase erhalten Werbetreibende laut OpenAI vor allem aggregierte Leistungsdaten, zum Beispiel Views beziehungsweise Impressionen und Klicks. Das Ads Manager Beta Reporting umfasst außerdem Impressionen, Klicks, Spend, Click-through-Rate, durchschnittlichen CPC, durchschnittlichen CPM und Conversions.
Keine Einsicht in Chats, Verlauf oder Memories
Ein zentraler Punkt ist die Trennung zwischen Nutzerunterhaltungen und Werbetreibenden. OpenAI schreibt ausdrücklich, dass Werbetreibende keinen Zugriff auf Chats, Chatverlauf, Memories oder persönliche Details haben.
Das ist für Nutzervertrauen entscheidend. Werbung in ChatGPT entsteht in einer sehr persönlichen Umgebung. Viele Nutzerinnen und Nutzer verwenden ChatGPT für Recherche, Arbeit, Entscheidungen oder private Fragen. Deshalb ist die Frage, welche Daten Werbetreibende sehen, besonders sensibel.
Welche Leistungsdaten können Werbetreibende erhalten?
OpenAI beschreibt für das Ads Manager Beta Reporting mehrere Leistungskennzahlen. Dazu gehören:
- Impressionen,
- Klicks,
- Ausgaben,
- Click-through-Rate,
- durchschnittlicher CPC,
- durchschnittlicher CPM,
- Conversions.
Außerdem können Werbetreibende laut OpenAI statische Tracking-Parameter wie UTM-Parameter an Landingpage-URLs anhängen, um Traffic aus ChatGPT Ads in bestehenden Analyse-Tools nachzuvollziehen.
Diese Informationen ähneln bekannten Metriken aus klassischer Online-Werbung. Der Unterschied liegt in der Umgebung: Die Anzeige wird nicht in einem klassischen Display- oder Suchumfeld angezeigt, sondern unter relevanten ChatGPT-Unterhaltungen.
Welche Daten werden nicht mit Werbetreibenden geteilt?
OpenAI nennt mehrere Datenkategorien, die Werbetreibende nicht erhalten:
- Chats,
- Chatverlauf,
- Memories,
- Name,
- E-Mail-Adresse,
- präziser Standort,
- IP-Adresse,
- sensible Informationen wie Gesundheit, mentale Gesundheit oder politische Themen.
OpenAI erklärt außerdem, dass die Informationen, die zur Relevanz von Anzeigen genutzt werden, innerhalb von ChatGPT bleiben und nicht mit Werbetreibenden geteilt werden.
Ausnahme: direkte Nachricht an einen Werbetreibenden
OpenAI beschreibt eine wichtige Ausnahme: Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer sich entscheidet, über eine Anzeige direkt mit einem Werbetreibenden zu kommunizieren, sieht der Werbetreibende nur die Nachrichten, die direkt an ihn gesendet werden.
Das ist vergleichbar mit einer bewussten Kontaktaufnahme. Der Werbetreibende erhält nicht automatisch den vorherigen Chat-Kontext, sondern nur das, was die Nutzerin oder der Nutzer aktiv an ihn übermittelt.
Warum diese Trennung für Deutschland und die EU wichtig ist
Für die DACH-Region ist diese Datenschutzfrage besonders relevant. Werbung in KI-Systemen muss transparent und datenschutzkonform umgesetzt werden. Der Digital Services Act stärkt zudem die Transparenz bei digitaler Werbung: Nutzerinnen und Nutzer sollen Informationen darüber erhalten, warum sie eine Anzeige sehen und in wessen Auftrag sie angezeigt wird.
Für Unternehmen bedeutet das: Datenschutz und Vertrauen sind keine Randthemen. Sie entscheiden darüber, ob Werbung in KI-Systemen von Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert wird.
Was bedeutet das für Werbetreibende praktisch?
Werbetreibende sollten ChatGPT Ads nicht als Möglichkeit verstehen, private Chatdaten auszuwerten. Nach aktueller OpenAI-Dokumentation erhalten Werbetreibende aggregierte Performance-Daten, aber keinen Einblick in individuelle Gespräche.
Praktisch wichtig sind deshalb:
- saubere Kampagnenstruktur,
- klare Landingpages,
- nachvollziehbare UTM-Parameter,
- datenschutzkonforme Conversion-Messung,
- realistische Reporting-Erwartungen,
- keine Planung auf individuelle Chatdaten.
Wer ChatGPT Ads künftig nutzen möchte, sollte sich auf Performance-Metriken und Landingpage-Analyse vorbereiten, nicht auf Zugriff auf Chatverläufe.
Stand: 27. Juli 2026 – basierend auf der offiziellen OpenAI-Dokumentation zu ChatGPT Ads.
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