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Werbung in Google AI Overviews und KI-Suchergebnissen: Wie ist der aktuelle Stand in Deutschland?

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Google verändert die Suche mit generativer KI. AI Overviews fassen Informationen direkt auf der Suchergebnisseite zusammen. AI Mode erweitert die Suche in Richtung dialogorientierter Recherche. Dadurch entstehen neue Flächen für Werbung in KI-Suchergebnissen.

Für Unternehmen ist diese Entwicklung besonders wichtig, weil Google bereits über ein etabliertes Werbeökosystem verfügt. Während ChatGPT Ads noch begrenzt getestet werden, sind Anzeigen rund um KI-Such­ergebnisse bei Google bereits konkret dokumentiert.

Was sind AI Overviews?

AI Overviews sind KI-generierte Zusammenfassungen in der Google Suche. Sie erscheinen, wenn Googles Systeme generative KI für eine Suchanfrage als besonders hilfreich einschätzen. Google beschreibt AI Overviews als Funktion, die Nutzerinnen und Nutzern helfen soll, Informationen aus verschiedenen Quellen schneller zu verstehen.

Damit wird die Suchergebnisseite selbst stärker zur Antwortfläche. Nutzerinnen und Nutzer müssen nicht immer sofort auf einzelne Websites klicken, sondern erhalten zuerst eine zusammengefasste Orientierung. Genau dort stellt sich die Frage, wie Anzeigen sichtbar werden.

Wo können Anzeigen bei AI Overviews erscheinen?

Google erklärt offiziell, dass Anzeigen in der Google Suche über, unter oder in AI Overviews ausgeliefert werden können. Bestehende Text-, lokale oder App-Anzeigen aus Such-, Shopping-, Performance-Max- und App-Kampagnen können in Märkten, in denen AI Overviews verfügbar sind, über oder unter diesen Übersichten erscheinen.

Für Anzeigen direkt innerhalb von AI Overviews nennt Google aktuell eine begrenzte Verfügbarkeit: Sie sind auf Mobilgeräten und Computern in bestimmten Ländern auf Englisch verfügbar, darunter Australien, Kanada, Indien, Indonesien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, die Philippinen, Singapur und die USA.

Für Deutschland ist deshalb wichtig: Google beschreibt zwar Werbe­möglichkeiten rund um AI Overviews, nennt Deutschland aber in der offiziellen Liste für Anzeigen innerhalb von AI Overviews nicht. Unternehmen sollten daher zwischen Anzeigen über oder unter KI-Übersichten und Anzeigen direkt in KI-Übersichten unterscheiden. Eine Übersicht zum Marktvergleich: KI-Werbung im Vergleich: OpenAI & Google.

Wie entscheidet Google, wann Anzeigen erscheinen?

Google gibt an, dass Anzeigen in AI Overviews bei einer Teilmenge von Suchanfragen ausgelöst werden können. Voraussetzung ist unter anderem, dass eine kommerzielle Kaufabsicht erkannt wird und hochwertige, relevante Anzeigen verfügbar sind. Außerdem müssen die Anzeigen zum Inhalt der jeweiligen AI Overview passen.

Das zeigt: Werbung in KI-Suchergebnissen ist nicht nur eine Frage des Gebots oder eines Keywords. Relevanz entsteht aus Suchanfrage, Nutzerabsicht und KI-generiertem Kontext. Für Werbetreibende wird es deshalb wichtiger, Kampagnen, Landingpages und Produkt­infor­mationen auf konkrete Entscheidungsfragen auszurichten.

Welche Rolle spielt Gemini?

Google nutzt Gemini in verschiedenen Produkten, darunter auch in Suche und Anzeigenprodukten. Google hat beschrieben, dass Gemini neue Anzeigenformate und KI-gestützte Sucherfahrungen unterstützt. Dazu gehören unter anderem konversationelle Anzeigenformate und hervorgehobene Antworten in kommerziellen Recherche­prozessen.

Wichtig ist eine saubere Formulierung: Aus den offiziellen Quellen folgt nicht, dass jede Gemini-Nutzung automatisch Werbung enthält. Es geht konkret um Google-Suche, Google Ads, AI Overviews, AI Mode und damit verbundene Werbeprodukte.

Was bedeutet das für SEO?

SEO verändert sich durch KI-Suchergebnisse. Klassische Rankings bleiben wichtig, aber sie sind nicht mehr die einzige sichtbare Fläche. Unternehmen müssen stärker darauf achten, ob ihre Inhalte klare Antworten, nachvollziehbare Produkt­informationen und belastbare Belege liefern.

Für SEO rund um Werbung in KI-Suchergebnissen bedeutet das:

Erstens sollten Inhalte konkrete Fragen beantworten. KI-Suchergebnisse entstehen häufig bei komplexeren Suchanfragen, bei denen Nutzerinnen und Nutzer Orientierung suchen.

Zweitens sollten Unternehmen Produkt- und Leistungs­informationen strukturiert bereitstellen. Preise, Einsatz­bereiche, Vorteile, Einschränkungen und Vergleichs­informationen sollten leicht auffindbar sein.

Drittens sollten Inhalte vertrauens­würdig sein. Quellen, Autorenschaft, Aktualität und klare Kontakt­informationen werden wichtiger, weil KI-Systeme Informationen aus unterschiedlichen Signalen einordnen.

Was bedeutet das für SEA?

Für Suchmaschinen­werbung bedeutet die Entwicklung, dass bestehende Kampagnen stärker in KI-Kontexte eingebunden werden können. Google beschreibt, dass bestehende Kampagnentypen wie Such-, Shopping-, Performance-Max- und App-Kampagnen für Anzeigen rund um AI Overviews relevant sein können.

Werbetreibende sollten deshalb nicht nur Keywords optimieren, sondern auch Anzeigen­qualität, Landingpage-Relevanz und kommerzielle Suchintention prüfen. Je stärker KI-Antworten komplexe Bedürfnisse zusammenfassen, desto wichtiger wird es, dass Anzeigen inhaltlich zu diesem Kontext passen.

Rechtliche Anforderungen in der EU

Auch bei KI-Suchergebnissen gelten die europäischen Transparenz­anforderungen. Nach dem Digital Services Act muss Werbung klar gekennzeichnet sein. Nutzerinnen und Nutzer sollen erkennen können, wer die Werbung schaltet und warum sie ihnen angezeigt wird. Details: Deutschland & EU — DSA, DSGVO, AI Act.

Für Google, ChatGPT und andere KI-Systeme ist diese Transparenz besonders wichtig, weil Anzeigen sonst leicht mit redaktionellen oder KI-generierten Antworten verwechselt werden könnten.

Fazit

Werbung in Google AI Overviews ist kein Zukunftsthema mehr, sondern offiziell dokumentiert. Google ermöglicht Anzeigen über, unter und in AI Overviews, wobei die Verfügbarkeit je nach Markt und Anzeigen­platzierung unterschiedlich ist. Für Deutschland ist der genaue Umfang deshalb differenziert zu betrachten.

Für Unternehmen bedeutet das: SEO und SEA müssen stärker zusammen­gedacht werden. Wer in KI-Suchergebnissen sichtbar sein will, braucht nicht nur Werbebudget, sondern auch klare Inhalte, gute Datenqualität und eine saubere Ausrichtung auf Suchintentionen.